Künstlerinnenkollektiv Frauen am Fluss

FRAUEN AM FLUSS ist ein interdisziplinäres Künstlerinnenkollektiv um die Regisseurin, Schauspielerin und Musikerin Berivan Kaya, das sei 2019 in München zusammen arbeitet und mehrere Musiktheater-Performances entwickelt hat.

Die beteiligten Künstlerinnen verbindet in wechselnden Konstellationen bereits jahrelange Zusammenarbeit – Berivan Kaya und Nora Haakh etwa lernten sich bei der Inszenierung „Sag mal, dass wir nicht Zuhause sind“ 2013 am Ballhaus Naunynstraße kennen, wo sie als Regisseurin und Dramaturgin zusammen arbeiteten. Zum festen Kern gehören neben der Regisseurin, Schauspielerin und Musikerin Berivan Kaya und der Dramaturgin, Kulturwissenschaftlerin und (Visual)Performerin Nora Haakh die Sängerin und Schauspielerin Fatima Dramé, die Komponistin und Saxophonistin Carolyn Breuer und die Schauspielerin Saadet Atac.

2020 gewannen wir mit „FRAUEN AM FLUSS DER ZEIT“ den Publikumspreis des WortSchauFestivals am Münchner PepperTheater. 2021 brachten wir mit „DAS MAGISCHE BADEZIMMER“ unser persönliches partizipatives Reinigungsritual in die Münchner Innenstadt.

Hier findet sich Dokumentationsmaterial zu bisherigen Projekten:

„FRAUEN AM FLUSS DER ZEIT“ (2020), work-in-progress-Showing im Münchner PepperTheater, Gewinner Publikumspreis des WortSchauFestivals.

Link zum Ensemblevideo hier.

„DAS MAGISCHE BADEZIMMER“ (2021) in Kooperation mit dem Münchner Hofspielhaus:

„Naiman?“ fragt man auf Arabisch eine Person, die gerade frisch gewaschen aus dem Bad kommt.
Die Redewendung bedeutet wörtlich so viel wie „bejahend“ und impliziert, dass das Abschrubben
äußerer Schmutzschichten und das Ausmassieren innerer Verknotungen erlaubt, der Welt wieder
offen entgegenzutreten.
Nach dem letzten Jahr gibt es wohl etliche Knoten auszumassieren. Gleichzeitig haben wir schon
lange nicht mehr so viel Zeit in privaten Räumen verbracht, während die Bewegungsfreiheit im
öffentlichen Raum immer stärkeren Einschränkungen unterlag. Wir bringen unseren intimsten Raum
ans Licht der Öffentlichkeit, bieten einen poetischen Raum zur rituellen Reinigung, und tragen die
ultimative Solidaritätsbekundung in die unterschiedlichen Münchner Stadtviertel: Klopapier für alle!
Das Badezimmer, der wohl intimste Privatraum, in dem wir im Lockdown viel Zeit alleine oder im
engsten Kreis verbracht haben, wird in die Öffentlichkeit gebracht und mit ihr geteilt. Hier wollen wir
die unterschiedlichen Erfahrungen, Utopien, Wünsche sammeln, indem wir durch unsere Aktionen
und Interaktionen die Menschen, die vor Ort sind, dazu bringen mit uns zu agieren, sich ausdrücken
und mitzuteilen. Der Private Raum wird auf magische Weise zum öffentlichen Raum. Magisch
dadurch, dass die Gegenstände im Raum surreal futuristisch anmuten und bei Berührung erklingen.

Videotrailer hier. Fotos:


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